Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg

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Inhalt: Wasserstrassenüberwachung

Die Strom- und Schifffahrtspolizei des WSA Hamburg



Ist das betroffene Gewässer die Elbe zwischen Hamburg (Tinsdal) und Brunsbüttel, die Pinnau bis Pinneberg, die Krückau bis Elmshorn, die Stör bis Kellinghusen, die Este bis Buxtehude, die Lühe bis Horneburg oder die Schwinge bis Stade?

Dann handelt es sich um Wasserstrassen, die wegen ihres großen Verkehrsaufkommens und der Vernetzung mit anderen Verkehrswegen eine überregionale Bedeutung haben und (wie Bundesautobahnen und Bundesfernstrassen) durch den Bund verwaltet werden.

Damit die Verkehrsfunktion dieser Bundeswasserstrassen nicht durch Maßnahmen Dritter negativ beeinflusst wird, dürfen die oben beispielhaft aufgeführten Anlagen nur errichtet werden, wenn das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg hierfür eine
strom- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigung (ssG) gemäß § 31 Bundeswasserstraßengesetz (WaStrG) erteilt hat. In dem Genehmigungsverfahren wird geprüft, ob die beabsichtigte Maßnahme zugelassen werden kann und welche Bedingungen und Auflagen in der Genehmigung festgesetzt werden müssen.


Die Kriterien sind hierbei immer der für die Schifffahrt erforderliche Zustand der Wasserstrasse und die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs.




Sie können selbstverständlich sofort beim WSA einen Antrag auf Erteilung einer ssG stellen mit allen erforderlichen Unterlagen (siehe Merkblatt), die eine umfassende Beurteilung der Maßnahme ermöglichen. Das WSA wird Ihnen dann innerhalb eines Monats entweder die beantragte Genehmigung erteilen oder Ihnen bestätigen, dass für Ihre Maßnahme eine ssG erforderlich ist und dass diese nach Abschluss des Prüfungsverfahrens erteilt wird. Im ungünstigen Fall muss die Genehmigung versagt werden, wenn beispielsweise die geplante Anlage ein ohnehin enges Fahrwasser noch weiter einschränken würde und diese Beeinträchtigung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs nicht durch eine Auflage in der Genehmigung ausgeglichen werden kann.


Das Gesetz gibt Ihnen aber auch in § 31 Absatz 2 die Möglichkeit, Ihre beabsichtigte Maßnahme mit einer vereinfachten Darstellung beim WSA anzuzeigen . Das WSA wird Ihnen innerhalb eines Monats mitteilen, ob für die Maßnahme eine ssG erforderlich ist, und falls dies zutrifft, die noch benötigten Unterlagen nennen (in der Regel gemäß Merkblatt).

Das WSA kann bei der Beurteilung der beabsichtigten Anlage, insbesondere bei sehr geringfügigen Maßnahmen, zu dem Ergebnis kommen, dass Beeinträchtigungen des für die Schifffahrt erforderlichen Zustandes oder der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs nicht zu erwarten sind und dass das Vorhaben auch ohne ssG zulässig ist. Wenn Sie nach Ablauf eines Monats keine Auskunft über das Erfordernis einer Genehmigung erhalten haben, darf das Vorhaben genehmigungsfrei realisiert werden.

Bevor Sie einen kompletten Antrag ausarbeiten bzw. durch ein Ingenieurbüro erstellen lassen oder eine Anzeige fertigen, haben Sie selbstverständlich die Möglichkeit, vor Beginn des gesetzliche vorgeschriebenen Genehmigungsverfahrens gem. § 31, sich durch eine direkte Kontaktaufnahme mit dem WSAüber die Genehmigungsfähigkeit der beabsichtigen Maßnahme zu informieren. Hierzu stehen Ihnen auch die Außenbeamten der Außenbezirke (ABz) des WSA Hamburg in Wedel (ABz 1), Stade (ABz 2) oder Glückstadt (ABz 3) zur Verfügung.

Beachten Sie bitte auch folgende Zusammenhänge:
Das WSA beurteilt eine Maßnahem nur hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Zustand des Gewässers als Verkehrsweg und auf die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs. Vorhaben in und an der Elbe, bzw. den oben aufgeführten Flüssen haben regelmäßig auch Auswirkungen auf die wasserwirtschaftlichen Belange und auf die Natur. Die für Ihr Vorhaben hiernach erforderliche Genehmigungen, Erlaubnisse, Befreiungen usw. nach Wasserrecht und Naturschutzrecht erfahren Sie bei den Kreisverwaltung (untere Wasserbehörde, untere Naturschutzbehörde).

Informationen über die Erteilung von strom- und schifffahrtspolizeilichen Genehmigungen: Merkblatt SSG