Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg

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Inhalt: Messysteme

Beschreibung der einzelnen Echolot-Messsysteme

Allen Echolotsystemen liegt das Prinzip der Laufzeitmessung eines Schallsignals zugrunde. Das heißt, der Schwingerkopf des Echolotes sendet einen Schallimpuls aus, wird am Boden reflektiert und durch den Schwingerkopf wieder empfangen. Aus der Hälfte der ermittelten Laufzeit kann nun die Wassertiefe errechnet werden.

Single – Beam – Echolotung Bei der Echolotung mittels Single-Beam besitzt das Schiff nur einen Schallwandler (Schwingerkopf) im Bug. Somit kann auch nur ein Messstrahl – ein sog. Beam – lotrecht ausgesendet werden.  Bei der Single-Beam-Echolotung werden anhand vorgegebener Profile Linien in Längs- oder Querrichtung gepeilt ("abgefahren"). Der Linienabstand beträgt dabei in der Regel 25m bzw. 25 m . Er kann je nach Aufgabenstellung aber auch verkleinert (z.B. Hindernissuche) oder vergrößert werden. Diese Form der Peilung ist problematisch, da anhand der Datendichte (keine Daten seitwärts des Schiffes) keine Informationen zwischen den Peillinien vorliegen.


Multi – Beam – Echolotung

Auslegersysteme

Das Prinzip der Auslegersysteme besteht darin, dass mehrere Einzelschwinger an zwei Auslegerarme montiert sind. Diese werden an Back- und Steuerbordseite des Schiffes angebracht und können längsseits zusammengeklappt werden. In der Regel beträgt der Abstand zwischen zwei Einzelschwingern 1m. Auch bei den Auslegersystemen wird anhand vorgegebener Linien gepeilt. Hier ist der Linienabstand abhängig von der Auslegerbreite.

Somit wird automatisch eine höhere Datendichte als bei der herkömmlichen Single-Beam-Peilung erreicht. Jedoch sind die Auslegerarme aufgrund der hohen Beanspruchung reparaturanfällig und das Peilschiff ist in seiner Manövrierfähigkeit stark eingeschränkt. Im Amtsbereich des WSA Hamburg kommt auf den Nebenflüssen Pinnau, Krückau und Stör das Auslegerpeilschiff "Karl-Hayssen" des WSA Brunsbüttel zum Einsatz.


Fächerecholot

Auch bei der Fächerecholotung besitzt das Peilschiff je nach Echolothersteller nur einen bzw. zwei Schwingerköpfe im Bug. Anders als bei der Single-Beam-Echolotung ist es hier technisch jedoch möglich fächerartig mehrere Messstrahlen (Beams) gleichzeitig zusenden.

Bei einer Fächerecholotpeilung werden nicht mehr feste Profile mit festen Abständen gefahren. Der Linienabstand ist nunmehr abhängig von der Fächerbreite und der damit abgetasteten Fläche sowie der Überlappung der äußeren Randstrahlen bei Überdeckung zweier benachbarter Profile. Je größer die Wassertiefen, desto mehr Gewässergrund wird durch eine Messung erfasst. Somit werden weniger Peilfahrten als bei der Single-Beam-Echolotung benötigt, wodurch sich die Einsatzzeit des Schiffes verkürzt.

Durch die fächerförmige Ausstrahlung der Messstrahlen sind Peilungenauch unterhalb von Schiffen, Pontons o. ä. möglich.